Nutzen wir die richtigen Vollbluthengste in der Warmblutzucht?

 

Der Rückgang der Nutzung von Vollbluthengsten in den letzten Jahren bewegt mich dazu mich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie dies zu erklären ist. Der geringe Prozentsatz an Bedeckungen mit Vollblut ist dabei sicher nicht monokausal. Sowohl die aktuell schwierige Marktlage, der Versuch der Züchter eines Abverkaufs der Nachzucht im Fohlenalter, aber auch die generelle Modeorientierung und Kurzsichtigkeit in der Zucht haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Wahl des Deckhengstes. Schließlich steht Vollbluteinsatz für Nachhaltigkeit statt schnellen Erfolg. Solange der Einsatz von Blut nicht wirklich dringend benötigt wird, steht diese Entscheidung für viele Züchter erst einmal hinten an.

Wer sich aber mit der Thematik näher befasst wird schnell feststellen, dass bereits die Auswahl der Vollbluthengste für die Warmblutzucht in der Breite wenig gezielt erfolgt. Da stellt sich dann auch die Frage: Sind aus Züchtersicht die richtigen Vollbluthengste verfügbar? Sind die momentanen Selektionskriterien außerdem zielführend, um geeignete springorientierte Hengste hervorzubringen?

Um die richtigen Merkmale zu Selektionskriterien für die Sportpferdezucht zu machen, sollte man sich vorab mit den Voraussetzungen und der Auswahl der Vollbluthengste für die Warmblutzucht einmal näher auseinandersetzen.

 

Vorauswahl der Hengste nach GAG

Die Gründe warum Vollbluthengste in die Warmblutzucht gelangen sind recht unvorhersehbar. Der Einsatz in der Warmblutzucht ist finanziell nicht besonders lukrativ und somit eher ein Auffangbecken für die Verlierer auf der Rennbahn. Hengste mit einem herausragenden GAG von über 95kg landen schlicht nicht in der Warmblutzucht. Wer solch eine Leistung auf der Bahn erzielt hat, der empfiehlt sich schließlich auch für die Vollblutzucht. Aufgrund der hohen Differenzen im Preisgefüge der Decktaxen gibt es keinen vernünftigen Grund einen Vollbluthengst mit sehr guter Rennleistung auch -oder gar ausschließlich- in der Warmblutzucht einzusetzen.

Zwar ist der Aussagewert des GAG aus meiner Sicht hinsichtlich der Vererbungsleistung des Hengstes zu vernachlässigen, aber es ist doch auffallend, dass viele Hengste mit hervorragenden GAG sehr gute Reitpferdepoints aufweisen. Da gehen ganz sicher einige vielversprechende Pferde der Warmblutzucht verloren. Die Beschaffungspreise für solche Pferde sind nämlich extrem hoch. Selbst wenn sich ein Gönner finden würde, der gezielt einen herausragenden Vollbluthengst für die Warmblutzucht kauft, ist nicht einmal gesagt, dass seine Vorzüge diesen Mehrwert im Kaufpreis rechtfertigen würden.

Für die Sportpferdezucht nach Hengsten mit einem zumindest respektablen GAG zu suchen ist realistischer. Nach Kriterien wie Exterieur, Rahmen und Mindestgröße einen passenden Hengst aufzutun ist absolut realistisch und deutlich leichter finanzierbar. Ein GAG ab 85kg aufwärts oder jahrelanger Einsatz auf der Rennbahn mit niedrigerem GAG ist bezüglich der Leistungsaussage in Sachen Härte schließlich noch immer eine Empfehlung.

Von diesen Pferden haben sicherlich einige wegen Temperamentsschwierigkeiten oder Verletzungen frühzeitig ihre Rennkarriere beenden müssen. Beides sind je nach Ursache zweifelhafte Empfehlungen für einen Einsatz in der Zucht von Sportpferden. Nur wenn diese Probleme eindeutig nicht dem Pferd zurechenbar und vermeidbar/ zu beheben sind, sollte der Einsatz in der Warmblutzucht erfolgen.

Ein GAG unter 85kg ist für einen Hengst erst einmal keine besondere Empfehlung. Das soll aber nicht heißen, dass solch ein Hengst keinen Beitrag in der Warmblutzucht zu leisten imstande wäre. Seine Qualitäten als Reit- oder Zuchtpferd können schließlich absolut überzeugend sein und die Gründe für sein „Versagen“ auf der Rennbahn vielfältig. Mangelnder Ehrgeiz im Rennsport darf darüber hinaus nicht mit einem ebensolchen Mangel beispielsweise im Parcours gleichgesetzt werden.

 

Beurteilung der Rennleistung

Wenn ein Springpferd gefragt ist, warum nicht gezielt nach einem Pferd mit Erfolgen in Hindernisrennen suchen? Aber die eigentliche Frage ist: Liefern Hürdenrennen Erkenntnisse über Springvermögen? Ein Hürdenrennen ist von den Anforderungen her nicht direkt mit den Anforderungen an den Springsport vergleichbar. Vielleicht schon eher mit dem Geländeanteil in der Vielseitigkeitsprüfung. Beim Hürdenrennen werden Hindernisse durchwischt, kaum gezielt angeritten, sondern eher durch viel Schwung und eine lange Flugphase überwunden. Mut und Geschick sind entscheidender als echte Sprungkraft. Dennoch ist jeder abgeflachte Sprung immerhin ein solcher und dieser Denkansatz vielleicht nicht der Schlechteste.

Problematisch ist aber, dass es in Deutschland kaum eine nennenswerte Szene für Hindernisrennen gibt. Die Auswahl geeigneter Pferde wird also hierzulande schlicht mangels Masse eingeschränkt sein. Zur Teilnahme an einem Hürdenrennen kommt es dementsprechend auch nur, wenn neben dem Potential des Pferdes der Wille des Besitzers vorhanden ist dieses Potential in der Praxis zu erproben. Das ist nicht immer gegeben, da hierfür oft genug ein Wechsel von Trainer und Bahn notwendig wären. Das lohnt sich nur bei äußerst vielversprechenden Pferden und nicht immer sind die Rahmenbedingungen und der Wille vorhanden solches Potential zu entdecken.

Innerhalb der Vollblutpopulation ist aber seit Tesios Zeiten bekannt, dass Hengste, die erfolgreich Hürdenrennen laufen, diese Leistung nicht nachweisbar an ihre Nachkommen vererben. Es kann sogar bestätigt werden, dass kaum ein Sieger in Hürdenrennen einen Vater mit Erfolgen in derselben Sparte hatte. Die züchterische Nutzung von Pferden mit Erfolgen in Hürdenrennen könnte sich als Selektionskriterium also eignen, aber es ist wohl von einer niedrigen Erblichkeit auszugehen. (Was im klaren Gegensatz zum klassischen Springvermögen steht, das sehr hoch erblich bedingt ist.)

 

Körung als Mindeststandard

In Frankreich ist jeder Vollbluthengst eines Nationalgestüts automatisch für einige Bedeckungen in der Warmblutzucht zugelassen. Hier hat der Züchter  darüber hinaus deutlich mehr Auswahl um zu beurteilen welchen Hengst er als geeignet für seine Zucht empfindet. Angesicht der minimalen Bedeckungszahlen der einzelnen Hengste ist auch kaum ein ernsthafter Schaden für die Reitpferdezucht hieraus zu erwarten.

So viel Eigenverantwortung wird dem deutschen Züchter dann doch nicht zugetraut. Schade nur, dass die Körung keinen ausreichend hohen Qualitätsstandard speziell für die Berücksichtigung der Interessen der Springpferdezucht darstellt. Die Sattelkörung ist bei der Anerkennung von Vollblütern die Ausnahme und liefert somit höchstens eine Minimalaussage zur Qualität des Hengstes als Reitpferd.

Die Anerkennung der Vollbluthengste dezentral für jeden einzelnen deutschen Zuchtverband ist weiterhin für den Besitzer extrem kostenintensiv, insbesondere im Verhältnis zu den zu erwartenden geringen Bedeckungszahlen. Das schränkt die Nutzbarkeit der anerkannten Hengste weiter ein.

Die Zuchtverbände stellen sich bereits bei den Warmblütern die Frage, ob die Körung von Junghengsten ohne Rittigkeits- oder Leistungseindruck wirklich die richtigen Weichen für die Zuchtselektion von Sportpferden stellt. Dieselbe Frage könnte man bei der Anerkennung der Vollbluthengste ebenfalls stellen.

Mit diesem kritischen Urteil sollen keinesfalls die Kriterien für das Körurteil hinterfragt werden -denn als Mindestansatz sind diese durchaus legitim- aber eine abschließende Beurteilung von Qualität stellen sie ganz sicher nicht dar. Eine reine Exterieur- und Gangbeurteilung ist hinsichtlich der Sicherung einer Mindestqualität notwendig, aber als Leistungsaussage (besonders für Springpferde) wenig brauchbar. Übertriebene Exterieurverliebtheit kann schließlich kaum eine brauchbare Aussage über tatsächliche Leistung bringen.

Die Vorbereitung der Hengste für die Körung richtet sich außerdem ganz nach den Bemühungen der Besitzer, was in der Praxis hinsichtlich Vorwissen und Umfang unterschiedlicher nicht sein könnte. Manch einem Hengst wurde anlässlich der Körung noch ein miserables Springen bescheinigt, was ihn von einem Sporteinsatz jedoch nicht abhielt. Die fehlende Vorbereitung des Hengstes auf diese Aufgabe vor der Körung war der Hintergrund für seine schlechte Beurteilung. Solche Einzelfälle sind beliebig wiederholbar und bedeuten, dass die Einschätzung der Tagesform bei der Körung nur wenig aussagekräftig für die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Pferdes sein kann.

Auffällig ist weiterhin, dass die Abstammungen von den in Deutschland gekörten Vollbluthengsten von den Pedigrees von Vollblütern mit Sporterfolgen im Reitsport durchaus deutlich abweichen. Die sporterfolgreichen Blüter weisen eine durchaus hohe Einheitlichkeit in den ersten Generationen auf. Nur vereinzelt findet man eben diese Tiere in den Pedigrees von Vollbluthengsten für die Warmblutzucht wieder. Werden hier die falschen Hengste gekört? Es wäre doch zu vermuten, dass diejenigen Vollblüter, die erfolgreiche Sportpferde hervorbringen, auch die richtigen Elterntiere für die Weiterzucht sein müssten.

 

Empfehlungen durch die Abstammung

Die Betrachtung der Hengste auf der Körung erfolgt eigenständig für sich. Inwiefern die nahe Verwandtschaft oder Abstammung dieses Hengstes generell eine Empfehlung für den Einsatz in der Warmblutzucht abgibt, bleibt erst einmal dahingestellt. Allein der Hengsthalter kann sich nach eigenem Belieben mit der Verwandtschaft oder, sofern vorhanden, Nachzucht des Hengstes auseinandersetzen.

Erstaunlicherweise ist dies aber trotz des wirtschaftlichen Risikos, das solch eine Unwissenheit zum familiären Hintergrund birgt, nicht besonders verbreitet. Wenn dies anders gehandhabt wird, ist dies wohl eher dem persönlichen Eifer einzelner Personen zuzurechnen, als einem festen System in der Sichtung oder Beschaffung von geeigneten Vollbluthengsten für die Warmblutzucht.

Das Zusammenkommen der Lager Vollblut und Warmblut bleibt auf seltene Ereignisse beschränkt und Hintergründe der Vollblutzucht sind den wenigsten Warmblutakteuren geläufig. Dabei sind gerade Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stämmen und Deckhengsten nicht nur hinsichtlich Härte, Konstitution und Exterieurmängeln höchst wertvoll.

Ein weiterer Aspekt ist die oft mangelhafte Aufarbeitung und Präsentation von Daten und (Reit-)Sportleistungen der nahen Verwandtschaft eines Hengstes durch den Hengsthalter. Selbst international erfolgreiche Nachkommen aus demselben Stutenstamm oder Halbgeschwister, die im Ausland im Sporteinsatz stehen, bleiben von Hengsthaltern unerwähnt. Insbesondere die Landgestüte sind ein trauriges Beispiel für eine äußerst lückenhafte Darstellung ihrer Hengste. Sind solche Umstände den Hengsthaltern schlicht nicht bekannt, oder wird dieses Wissen nur nicht zur Vermarktung der Hengste genutzt? Beide Varianten wäre jedenfalls keine echte Empfehlung.

 

Sporteinsatz des Vollbluthengstes

Die ideale Voraussetzung für die Prüfung eines Vollbluthengstes auf Reiteigenschaften wäre logischerweise der Sporteinsatz. Aber das ist absolut unüblich, auch weil ihre Bedeckungszahlen fast immer äußerst gering sind und die Aufstellung eines Vollbluthengstes unter Hengsthaltern beinahe als Luxus betrachtet wird. Ein Sporteinsatz "lohnt" daher materiell in den seltensten Fällen, auch wenn sich hieraus sehr wichtige Informationen über den Hengst als Sportler ergeben würden.

Die geringe Anzahl an lebenden Vollbluthengsten mit Eigenleistung auf internationalem Niveau  (Roven xx, Favoritas xx, Gluosnis xx, French Buffet xx, Dream Dancer xx, Bonaparte N AA), im L/ M-Bereich (Water Dance xx, Pappelito xx, Mulligan xx, Fandsy AA, Nobre xx), oder zumindest auf A-Niveau (Tipsy’s Pet xx, Ostermond xx) bietet keine besonders große Selektionsbasis. Wer noch besondere Vorstellungen hinsichtlich Exterieur oder Springmanier hat, der wird mit dieser geringen Auswahl an Hengsten bundesweit kaum zufriedengestellt.

Auch Fragonard xx, Kiton xx, Careless Secretary xx, Cyrkon xx, Armand xx, Albaran xx, Beryllus xx, Shamal xx, Duke of Hearts xx  oder Kubaner xx empfehlen sich auf unterschiedlichste Weise für den Einsatz in der Springpferdezucht. Aber hier klare Leistungs-Aussagen zu treffen (aufgrund von ein paar Einzelsprüngen unter dem Reiter oder einer Freispring-Vorführung auf einer Hengstpräsentation) ist reichlich vage. Es fehlt der stete Turniereinsatz der Hengste, weil er von Züchtern schlicht nicht ausreichend honoriert wird.

Bis aber eine genügend große Anzahl an Nachkommen vorhanden ist um eindeutige Leistungsaussagen zu treffen, sind die Hengste meist bereits relativ alt oder verstorben.

 

Prüfung im Sport – Beurteilung der Nachkommenleistung

Erst die Nachkommen der Hengste sprechen eine deutliche Sprache; sollte man zumindest meinen. Wenn aber die Nachkommen allesamt aus unmodernen Stuten stammen, die dringend Blutzufuhr benötigen, ist die Qualität des Nachwuchses vorsichtig formuliert oft schwierig zu beurteilen. Darüber hinaus begeistern gerade hoch im Blut stehende Pferde selten bei Freispringreihen, weil das gewohnte kraftvolle Bild eher einer unbemühten Gewandtheit weicht, die für Laien deutlich schwieriger hinsichtlich tatsächlichen Vermögens einzuschätzen ist.

Weiterhin problematisch ist, dass hoch im Blut stehende Pferde häufig in der Vielseitigkeit gefördert werden, was nach wie vor nicht im Zuchtindex der FN berücksichtigt wird. So gibt es bis heute kaum einen Vollbluthengst, der in den Spezialdisziplinen Dressur und Springen über einen überdurchschnittlichen Zuchtwert (= über 120) verfügt.

Das scheint erstaunlich, wo es doch durchaus Hengste mit international erfolgreichen Nachkommen gibt (etwa Aarking xx mit Andretti, Heraldik xx mit Herald und H-Ekwador), die dennoch keinen überdurchschnittlichen Zuchtwert erreichen. Dass auch andere Hengste ungeachtet ihrer Zuchtwerte positive Impulse im Springsektor liefern konnten (Ussuri xx, Julio Mariner xx, Parco xx, Mytens xx) ist unbestritten. Es kann demnach durchaus von einer systemischen Benachteilung bei der Bewertung der Vollblüter in der Zuchtwertschätzung gesprochen werden.

 

Zusammenfassung

Weder die Auswahl der geeigneten Vollblüter, noch die Leistungsaussage bei der Körung, noch die Beurteilung der Sportleistung können als optimal bezeichnet werden. Wie soll aus einer reinen Exterieur- und Gangbeurteilung auch eine abschließende Einschätzung des Sportlers Vollblut erreicht werden? Die Sportleistung der Nachkommen kann dazu nur verzerrt wiedergegeben werden. Von objektiver Vergleichbarkeit ist also sicher nicht zu sprechen.

Wer als Züchter nicht bereit ist, sich über die Betrachtung der gekörten Hengste hinaus im Vollblutlager einzubringen und zu reflektieren, wird mit dem vorhandenen Angebot von Vollbluthengsten kaum zufriedenzustellen sein. Nicht nur die Auswahl, sondern auch die Präsentierung der Hengste lässt oft sehr zu wünschen übrig. Kein Wunder also, wenn das Angebot beim Züchter nicht unbedingt Begehrlichkeiten weckt. Es ist nur natürlich einem Hengst, über den nur ungenügend Informationen zu erhalten sind, kritisch gegenüber zu stehen. Wenn die Marktlage dann noch gegen den Vollbluteinsatz spricht, gibt es kaum einen vernünftigen Grund es dennoch zu wagen.

Vollbluthengste sind in der Regel nur ungenügend unter dem Sattel zu beurteilen, da sie kaum auf diese Weise vorgestellt werden und dann zumeist noch auf dem Niveau eines angerittenen Jungpferdes. Wenn nun auch noch die Auswahl der Hengste Schwachstellen aufweist, so möchte ich persönlich nicht allein auf diese Vorselektion vertrauen und auf Wunder hoffen. Leistungsfähigkeit und -bereitschaft möchte ich darüber hinaus nur ungern einem kurzen Fremdreitereindruck oder unvollständigen Leistungsindices entnehmen. Da ist der Eindruck aus der täglichen Arbeit doch weitaus aussagekräftiger!

Die fehlende Präsentierung im Sport, das bestenfalls lückenhafte Wissen um die sich hinter dem Hengst verbergenden Vollblutstämme und nur geringe Nachzuchtzahlen, die sich wie der Hengst selbst kaum ins Sportgeschehen einbringen, sind keine echte Empfehlung für einen Vollbluthengst. Da eine Änderung dieser Rahmenumstände nur durch konsequente Umsetzung von Landgestüten und Zuchtverbänden zu erreichen wäre, steht es jedem Züchter frei mit dem vorhandenen Angebot zu verfahren, wie er es für richtig erachtet.

 

Meine eigene Antwort auf diese wenig zufriedenstellende Situation ist deswegen die Nutzung von Vollblutstuten in der Warmblutzucht. Die Ansprüche an das Vollblut sind bei dem heutigen hohen Niveau im Springsport aus meiner Sicht angestiegen. Wenn das Vollblut ohnehin das „schwächste Glied“ in der Anpaarung ist, möchte ich es zumindest in seinen Stärken und Schwächen sehr genau einschätzen können. Weiterhin sehe ich den Vorteil, dass ich aus einer großen Anzahl von Hengsten einen wählen kann, der möglichst optimal zur Stute passt UND meinen Leistungsansprüchen sportlich absolut gerecht wird.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt; es gibt auch richtig gute Vollbluthengste dort draußen… man muss sie nur entdecken wollen!

 

 

 Verfasst im August 2011

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