Apoleon – Der schnellste Halbblüter Deutschlands!

 

Der charmante braune Wallach aus dem Jahrgang 2010 stammt aus der gleichen Vollblutfamilie 9h wie meine Vollblutstute Dance and win. Trotz einem Vater, über den alle Vollblutfreunde die Nase rümpfen (Pedigree hier), galoppiert er seinen vollblütigen Kollegen aktuell auf und davon. Die Geschichte zeigt, wie selbst mit geringen Mitteln ein Klassepferd entstehen kann, wenn man nur an den Erfolg glaubt. Eine tolle Sache, die in meinen Augen eine eigene Seite rechtfertigt!

 

 

 

 

 

Ganz zu Beginn seiner Rennkarriere fing alles mit Reitpferderennen im Duhner Watt in Cuxhaven und dem Ostsee-Meeting in Bad Doberan im Jahre 2014 an. Damals hieß der Wallach noch Napoleon, wurde aber für seine richtige Rennkarriere nach dem A seiner Mutter Abisou xx kurzerhand in Apoleon umgetauft. Am 21. September 2014 folgte gleich eine erhebliche Steigerung des Anspruchs mit dem sogenannten Halbblutderby in Hannover. Das Feld war hochkarätig besetzt. Dennoch konnte der nach Vollblutmaßstäben erstmals an den Start eines „richtigen“ Rennens kommende 4-jährige auch dieses Rennen gewinnen und das mit 6 Längen Vorsprung!

Der Besitzer von Apoleon ist Volker Schleusner, der auch dessen Vater Ogatonango gezogen hat. Dieser war zwar ein ordentliches Reitpferd aber eher mäßiges Rennpferd. Trainiert wird Apoleon von der Tochter des Hauses Schleusner. Als Futter gab es zu Beginn der Rennkarriere nur Hafer und Stroh und damit reichlich Raum für Verbesserungen. Wegen des anhaltenden Erfolgs wagte man sich dennoch an ernstzunehmende Vollblut-Konkurrenz. Es folgte ein Sieg in einem Ausgleich II Rennen, der noch als glückliche Fügung gedeutet werden konnte, dann der Blacktype-Titel und die Hochstufung auf ein GAG von zuletzt 87,5 Kg. Damit hielt man den Halbblüter aber aus Rennsportsicht endgültig für chancenlos.

Am 12. Juni 2016 wurde eine weitere Steigerung in Angriff genommen und ein ambitioniertes Ausgleich 1 Rennen in Berlin-Hoppegarten genannt, das über 2.400 Meter führte und mit 22.500€ dotiert war. Die Quote für Apoleon lag vor dem Start bei 103:10, womit er eher als Außenseiter dastand. Im Sattel saß erstmals der 17-jährige Azubi Robin Weber. Der Halbblüter positionierte sich gleich nach dem Start energisch antretend in eine gute Ausgangssituation, aber das Rennen lag ja noch zu großen Teilen vor ihm. Im Zieleinlauf gab es dann aber kein Halten mehr und Apoleon zog mit Leichtigkeit an dem Pulk der bis dahin führenden Pferden vorbei und verwies sie wiederum mit Vorsprung auf die Plätze. Eine kleine Sensation!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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